Die Möglichkeiten der Altersbetreuung
Es gibt unterschiedliche Betreuungsformen, die je nach Pflegebedarf individuell angepasst und kombiniert werden können. In manchen Fällen erfolgt die Betreuung durch Angehörige, auch ohne direkte Pflege. Wenn der Aufwand jedoch die Kapazitäten der Familie übersteigt, gibt es weitere Optionen.
Altersbetreuung im Seniorenheim
Die Meinung zu Seniorenheimen ist individuell. Manche schätzen die Vorteile dieser Wohnform, während andere den Umzug als Herausforderung empfinden.
Ein Pflegeheim ist oft die beste Wahl, wenn ältere Menschen intensive Pflege und regelmäßige medizinische Betreuung benötigen. Hier ist rund um die Uhr medizinische Überwachung gewährleistet, und im Notfall kann schnell geholfen werden.
Auch aktive Rentner, die Gesellschaft suchen, können vom Leben in einem Alters- oder Pflegeheim profitieren. Der Kontakt zu Gleichgesinnten bereitet Freude, ermöglicht den Austausch von Interessen und Ängsten und schafft neue Freundschaften, die das Leben bereichern, auch außerhalb des familiären Umfelds.
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So viele Schweizer leben in Alters- und Pflegeheimen
2023 lebten gemäss dem Bundesamt für Statistik insgesamt 163’151 Menschen in einem Schweizer Alters- oder Pflegeheim, allerdings wohnten einige von ihnen nur für kurze Zeit dort. So wurden 2023 am Stichtag vom 31. Dezember 92’728 Klientinnen und Klienten registriert. 66 Prozent betrug der Frauenanteil und 3 von 10 Bewohnenden waren 90 Jahre alt oder älter.
Altersbetreuung durch die Tagespflege
Wer weiterhin in den eigenen vier Wänden leben möchte, aber trotzdem Abwechslung und soziale Kontakte sucht, kann Tagespflege in Anspruch nehmen. Dabei verbringt die pflegebedürftige Person den Tag in einer Pflegeeinrichtung und kehrt abends nach Hause zurück.
Die meisten Einrichtungen bieten Tagespflege von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr an. Manche Senioren nutzen das Angebot täglich, andere nur an einzelnen Tagen oder für ein paar Stunden. Egal wie oft, die Tagespflege hilft, Einsamkeit zu vermeiden. Viele ältere Menschen fühlen sich allein, da der Kontakt zu Familie oft selten ist und Freunde bereits verstorben sind.
In den Einrichtungen kümmern sich Pflegekräfte um das Wohl der Senioren, und gemeinsame Aktivitäten wie Kochen oder Spaziergänge schaffen schöne Erlebnisse. Die Tagespflege bereichert den Alltag durch neue Kontakte und soziale Interaktion, die außerhalb oft schwer zu finden sind. Gleichzeitig entlastet sie Angehörige, die wieder Zeit für sich haben oder ihrem Beruf nachgehen können.
Notrufuhren für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden
Leben Sie allein? Dann sorgen Notrufsysteme für mehr Sicherheit zu Hause. Bei einem Unfall, einem Sturz oder bei Unwohlsein hilft die Limmex-Notrufuhr. Ein Knopfdruck genügt, um mit der Notrufzentrale oder einer Kontaktperson nach Wahl verbunden zu werden.
Der Vorteil dieser Uhren ist, dass sie nicht nur zu Hause, sondern auch im Freien verwendet werden können. Der Standort der Person wird mit Hilfe von GPS, GSM und WiFi genau lokalisiert und die erforderliche Hilfe kann direkt und rund um die Uhr kommen.
Die Vorteile des Betreuten Wohnens
Die Pflege durch qualifizierte Fachkräfte in Anspruch nehmen und gleichzeitig die Vorteile des eigenen Zuhauses genießen – das macht Betreutes Wohnen so attraktiv.
Betreutes Wohnen ist besonders bei älteren Menschen beliebt. Sie erhalten bedarfsgerechte Pflege und behalten dennoch ihre Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden. In den Wohnanlagen steht rund um die Uhr Betreuungspersonal zur Verfügung, das im Alltag wichtige Unterstützung leistet. Bei zunehmendem Pflegebedarf gibt es oft die Möglichkeit, in ein angeschlossenes Pflegeheim zu wechseln.
Es gibt unterschiedliche Formen des Betreuten Wohnens. Senioren, die Gesellschaft suchen, fühlen sich in Wohngruppen wohl. Wer lieber zurückgezogen lebt, kann eine eigene Wohnung in einer entsprechenden Anlage mieten, sich selbst versorgen und bei Bedarf Betreuung in Anspruch nehmen.
Zahlen und Fakten
Wie viele Menschen aktuell betreut wohnen, ist nicht bekannt Laut einer Untersuchung von 2015 existierten damals schweizweit 16’000 entsprechende Wohnungen.
Zu Hause leben dank der Spitex
Viele Menschen möchten auch im hohen Alter zu Hause leben. Die Spitex oder ein ambulanter Pflegedienst unterstützt dabei die pflegenden Angehörigen, indem sie Aufgaben der Grundpflege übernimmt. Je nach Bedarf kann der Dienst ein- oder mehrmals täglich zum Pflegebedürftigen kommen. Laut dem Bundesamt für Statistik gab es im Jahr 2020 in der Schweiz 2546 solcher Dienste.
Oftmals wird eine Spitex-Dienstleistung morgens in Anspruch genommen. So hilft eine Fachkraft bei der Körperhygiene und sorgt etwa dafür, dass Tabletten richtig eingenommen werden. Auch beim An- und Ausziehen unterstützen die Mitarbeitenden ihre Klientinnen und Klienten.
Wenn die pflegebedürftige Person allein in ihrem Haushalt wohnt, bekommt der Spitex-Dienst meist einen Wohnungsschlüssel. So hat dieser auch Zugang zur Wohnung, wenn der Klient bettlägerig ist oder aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen schwer aufstehen kann.
Weitere Betreuungsmöglichkeiten zu Hause
Stundenweise Betreuung
Die Betreuung älterer Menschen zu Hause ist besonders attraktiv für Senioren, die in ihrem gewohnten Umfeld bleiben möchten, aber Unterstützung im Alltag benötigen. Es gibt auch die Möglichkeit einer ergänzenden Betreuung ohne direkte Pflege.
Dieses Modell ist vor allem dann interessant, wenn Angehörige die Betreuung übernehmen, jedoch zumindest für ein paar Stunden pro Woche Entlastung brauchen. In solchen Fällen kann eine Alltagsassistentin oder ein Altersbetreuer eine große Hilfe und Erleichterung sein.
Alltagsbegleiter unterstützen Senioren vor allem im Haushalt. Dazu gehören vor allem anspruchsvollere oder körperlich anstrengende Aufgaben wie Fensterputzen, Wäschewaschen oder Staubsaugen.
Darüber hinaus leisten Alltagsbegleiter einsamen Senioren Gesellschaft und sind Gesprächspartner. Sie hören zu, spielen Spiele, schauen Fotos an oder basteln gemeinsam.
Ein weiterer beliebter Bereich ist die Hilfe beim Einkaufen oder bei Behördengängen, da viele Senioren sich vor Supermärkten oder dem Papierkram scheuen.
Zusätzlich begleiten Alltagsassistenten Senioren bei Ausflügen oder Freizeitaktivitäten, was den älteren Menschen hilft, aktiv zu bleiben und stets einen unterstützenden Begleiter an ihrer Seite zu haben. Diese Leistungen können gebucht werden, solange die Senioren noch agil sind und keine Pflege brauchen.
Die 24-Stunden-Altersbetreuung
Bei der 24-Stunden-Betreuung lebt eine erfahrene Pflegekraft mit dem hilfsbedürftigen Senior im selben Haushalt, sodass dieser weiterhin in seinem vertrauten Zuhause bleiben kann. Die Aufgaben einer 24-Stunden-Betreuerin variieren je nach Ausbildung, umfassen aber typischerweise folgende Bereiche:
- Grundpflege: Unterstützung bei der Körperpflege wie Waschen, Zähneputzen, Toilettengang, An- und Ausziehen sowie Hilfe beim Essen.
- Haushalt: Hilfe bei alltäglichen Aufgaben wie Putzen, Wäschewaschen, Einkaufen und Kochen.
- Aktivierende Pflege: Gesellschaft leisten, Gespräche führen, Erinnerungen wecken, Karten spielen, bei Bastelarbeiten helfen, Kreuzworträtsel lösen, vorlesen oder gemeinsam alte Lieder singen.
- Alltägliche Aktivitäten: Begleitung zu Arztterminen, Behördengängen oder Einkäufen, Unterstützung bei Korrespondenz und Teilnahme an Veranstaltungen, Ausflügen, Reisen oder Spaziergängen.
Vorteile der Betreuung zu Hause
- Der Angehörige bleibt länger in seiner gewohnten Umgebung.
- Eine Pflegekraft ist rund um die Uhr zur Stelle.
- Abwechslung und Unterhaltung im Alltag sind gewährleistet.
- Die Angehörigen werden entlastet.
Wann ist ein Altersbetreuer sinnvoll?
Sind Sie unsicher, ob Ihre Angehörigen Unterstützung im Alltag oder eine Altersbetreuung benötigen? Typische Anzeichen dafür können sein:
- Der Haushalt wird weniger ordentlich und sauber gehalten.
- Rechnungen bleiben unbezahlt.
- Medikamente werden nicht regelmäßig eingenommen.
- Die Körperpflege und Hygiene werden vernachlässigt.
- Haushaltsgeräte wie Herd oder Bügeleisen werden vergessen auszuschalten.
- Die Person fühlt sich einsam, besonders nach dem Verlust des Partners.
- Es wird nicht mehr selbst gekocht.
- Das Autofahren wird zunehmend gefährlich.
- Alzheimer oder eine andere Form von Demenz wurde diagnostiziert.
- Krankheiten wie Arthritis erschweren einfache Aufgaben, z. B. das Zuknöpfen von Kleidung.