Bewegung: Wie viele Schritte pro Tag müssen Senioren machen?

Die Anzahl der Schritte, die man täglich machen sollte, um gesund zu bleiben, ist ziemlich umstritten. Viele Menschen haben von der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von mindestens 10.000 Schritten pro Tag gehört. Dabei ist diese Zahl nicht das Ergebnis einer Studie, sondern eines Produktenamens. Die japanische Firma Yamasa entwickelte 1964 den ersten Schrittzähler namens „Manpo-kei“, was übersetzt der „10.000-Schritt-Zähler“ bedeutet.

Für ältere Menschen: weniger als 10.000 Schritte

Wie viele Schritte müssen ältere Menschen also wirklich gehen? Es gibt mehrere Studien zu diesem Thema. Die Wissenschaftler sind zum Schluss gekommen, dass es nicht 10.000 Schritte sein müssen.

In einer Studie der Harvard Medical School verglichen Forscher die tägliche Schrittzahl von 16.000 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 72 Jahren. Das Ergebnis: Frauen, die täglich 4.400 Schritte gingen, hatten nach vier Jahren ein geringeres Sterberisiko, als diejenigen, die nur 2.700 Schritte machten. Die Studie zeigte, dass die Leistung der Teilnehmerinnen umso besser war, je mehr sie zu Fuss gingen. Aber nach Erreichen von 7.500 Schritten pro Tag wurde kein zusätzlicher Nutzen bei den Probandinnen festgestellt.

Eine andere Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams ergab, dass Seniorinnen und Senioren spätestens bei 8.000 Schritten aufhören können. Noch mehr zu gehen, bringt offenbar keine zusätzlichen Lebensjahre.

Und in einer amerikanischen Langzeitstudie fanden Wissenschaftler heraus, dass von denjenigen, die rund 8.000 Schritte am Tag machten, innerhalb von zehn Jahren nur halb so viele starben wie bei denen mit einem Pensum von 4.000 Schritten. Daraus kann man schliessen, dass Menschen von über 60 Jahren 7.500 bis 8.000 Schritte pro Tag gehen sollten.

Die Vorteile des täglichen Gehens

Gehen ist bei weitem die einfachste, billigste und flexibelste Form der Bewegung, die man sich vorstellen kann. Sie brauchen dafür keine teure Ausrüstung und müssen sich auch nicht an einen bestimmten Zeitplan halten. Doch was genau bewirken diese Schritte für unsere Gesundheit?

Es ist allgemein bekannt, dass das Gehen hilft, fit zu bleiben und Kalorien zu verbrennen. Es stärkt Muskeln, Knochen und Gelenke. Es wirkt sich auch positiv auf unser Wohlbefinden aus, weil Laufen hilft, Stress zu bewältigen.

Experten sagen, dass das Gehen eine stimulierende Wirkung auf die Funktion der Verdauungsdrüsen, der Leber und des Magen-Darm-Trakts hat. Auch die natürliche Massage der Füsse, die beim Gehen entsteht, spielt eine Rolle. Gehen senkt den Cholesterinspiegel den Blutdruck und reduziert das Risiko für Gefässkrankheiten, so die Experten der Harvard Medical School. Gehen ist besser als Laufen, heisst es, denn es verringert das Verletzungsrisiko.

Vitamin-D-Produktion

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir heute in klimatisierten, geschlossenen Räumen. Deshalb sollten Sie jede Gelegenheit nutzen, um einen Spaziergang im Freien zu unternehmen. Dies hilft, Sonnenlicht aufzunehmen und dadurch die Vitamin-D-Produktion zu steigern. Denn Vitamin D ist wichtig für den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Knochenbildung.

Fördert die Gewichtsabnahme

Bei dieser Art von körperlicher Betätigung werden ausserdem mehr Kalorien verbrannt, als wir denken. Eine neue, genauere Methode zur Berechnung des Energieverbrauchs zeigt, dass Menschen im Durchschnitt 10% mehr Kalorien verbrennen, wenn sie mit durchschnittlicher Geschwindigkeit gehen, und 20% mehr Kalorien, wenn sie Sport treiben.

Verbessert den Schlaf

Gehen normalisiert auch den Schlaf. Menschen, die regelmässig spazieren, schlafen besser und erholsamer. Zudem leiden sie seltener unter Schlaflosigkeit, Einschlafstörungen und anderen Schlafproblemen. Ausreichend Ruhe ist einer der Schlüssel für ein langes und gesundes Leben.

Stärkt das Immunsystem

Das Immunsystem wird durch das Laufen verbessert. Die Forschung zeigt, dass die Abwehrzellen des Immunsystems zahlreicher sind, wenn der Mensch aktiv ist. Das bedeutet, dass der Körper eine bessere Chance hat, Krankheitserreger erfolgreich zu bekämpfen.

Besser für das Herz

Ein weiterer unbestrittener Vorteil des Gehens ist die Prävention von Herzinfarkten. Die positiven Auswirkungen sind zwar relativ gering im Vergleich zu den Risikofaktoren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Rauchen, Fettleibigkeit, Diabetes und so weiter. Dennoch trägt tägliches Gehen zur Gesundheit bei, stellten die Forscher fest.

Wie kann ich die Anzahl der Schritte pro Tag erhöhen?

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man Zeit oder Lust für einen langen Spaziergang hat. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie Ihre tägliche Laufroutine haben. Deshalb haben wir eine Liste von Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, ohne zusätzlichen Aufwand mehr zu gehen.

  • Nehmen Sie die Treppe statt den Lift.
  • Wenn Sie mit Ihrem Nachbarn sprechen müssen, benutzen Sie nicht das Telefon, sondern gehen zu ihm.
  • Bewegen Sie sich in der Wohnung, während Sie telefonieren.
  • Machen Sie nach den wöchentlichen Familienessen einen gemeinsamen Spaziergang.
  • Gehen Sie auch in ein weiter entferntes Geschäft zu Fuss.
  • Hausarbeit ist auch eine körperliche Aktivität.
  • Trinken Sie Wasser aus einem Glas statt aus einer Flasche – es sind mehr Schritte nötig, um es aufzufüllen.
  • Bewegen Sie sich beim Zähneputzen

Sichere Spaziergänge

Wenn Sie um Ihre Gesundheit besorgt sind und sich deshalb nicht trauen, lange Spaziergänge zu unternehmen, sollten Sie ein Notrufgerät in Betracht ziehen. Das gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit. Für Spaziergänge und Wanderungen ist eine Limmex Notrufuhr am besten geeignet, da sie nicht nur zuverlässig, sondern auch bequem zu tragen ist.

Bei einem Unfall, einem Sturz oder bei Unwohlsein, lösen Sie ganz einfach mit einem Knopfdruck den Alarm aus. Danach können Sie sich über die Freisprecheinrichtung in der Uhr mit dem Helfer in der Notrufzentrale verständigen. Ihr Standort wird mit Hilfe von GPS, GSM und WiFi genau lokalisiert und die erforderliche Hilfe kann direkt zu Ihnen kommen. 

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