Notrufuhren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie bieten Sicherheit für alleinlebende Seniorinnen und Senioren, für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder auch für Personen, die sich viel draussen und sportlich betätigen.
Inzwischen gibt es eine grosse Auswahl an Modellen. Umso wichtiger ist es, vor dem Kauf genau hinzuschauen und die entscheidenden Kriterien zu kennen.
Rund um die Uhr sicher!
integriert
Technische Ausstattung
Eine moderne Notrufuhr sollte mindestens den Mobilfunkstandard 4G unterstützen. Nur so ist eine zuverlässige und stabile Funkverbindung gewährleistet. Ebenso unverzichtbar ist eine integrierte GPS-Funktion, da Notrufuhren nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern vor allem auch unterwegs genutzt werden.
Wichtig ist ausserdem eine direkte Sprachverbindung. Dank eingebautem Lautsprecher, Mikrofon und SIM-Karte kann im Ernstfall sofort Kontakt zu einer Bezugsperson oder einer Notrufzentrale aufgenommen werden.
Einfache Bedingung
Notrufuhren sind keine Smartwatches. Sie sollten nicht mit komplizierten Funktionen überfrachtet sein. Denn in einer Notsituation ist man häufig gar nicht dazu in der Lage, sich mit solchen Anwendungen herumzuschlagen.
Wichtig ist bei einer Notrufuhr, dass Sie im Ernstfall möglichst schnell Hilfe holen können – und zwar mit einem einfachen Knopfdruck.
Was ist mit der Sturzerkennung?
Übrigens: Viele Anbieter werben damit, dass ihre Notrufuhren mit einer automatischen Sturzerkennung ausgestattet sind. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Funktion bei älteren Menschen nur eingeschränkt zuverlässig ist. Unter diesem Link erfahren Sie, warum die Sturzerkennung oft nicht hält, was sie verspricht.
Umgang mit Fehlalarmen
Vor dem Kauf sollten Sie klären, wie der Anbieter mit Fehlalarmen umgeht. Bei vielen Notrufuhren lassen sich versehentlich ausgelöste Alarme problemlos abbrechen. Alternativ kann der Notrufzentrale direkt mitgeteilt werden, dass kein Notfall vorliegt. In der Regel entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten – dennoch lohnt sich ein Blick in die Vertragsbedingungen.
Tragekomfort und Design
Eine Notrufuhr sollte angenehm zu tragen sein – auch über längere Zeit. Ein geringes Gewicht, eine kompakte Grösse und ein hautfreundliches Armband sind dabei entscheidend. Viele ältere Menschen wünschen sich zudem ein unauffälliges Design, damit die Uhr nicht sofort als Notrufgerät erkennbar ist.
Gleichzeitig muss der Alarmknopf gut sichtbar und leicht erreichbar sein, sodass er im Notfall ohne Kraftaufwand betätigt werden kann.
Schutz vor Wasser
Da Notrufuhren über empfindliche Technik wie Mikrofon und Lautsprecher verfügen, sind sie in der Regel spritzwassergeschützt, aber nicht vollständig wasserdicht. Händewaschen oder Regen stellen meist kein Problem dar. Beim Baden, Ausgiebigen oder Schwimmen sollte die Uhr jedoch abgelegt werden, da längerer Wasserkontakt zu Schäden führen kann.
Der passende Notrufservice
Ebenso wichtig wie die Uhr selbst ist der dazugehörige Notrufdienst. Je nach Anbieter können Sie wählen, ob im Notfall Angehörige, Freunde oder Nachbarn kontaktiert werden oder eine professionelle Notrufzentrale rund um die Uhr zur Verfügung steht. Teilweise sind auch kombinierte Lösungen möglich.
Eine Betreuung durch Angehörige ist sinnvoll, wenn der Alarm voraussichtlich selten ausgelöst wird, ein Angehöriger in der Nähe wohnt und die betroffene Person noch weitgehend selbständig ist. Bei häufigeren Alarmen, nächtlichen Notrufen oder bei akuten gesundheitlichen Risiken bietet eine professionelle Notrufzentrale mehr Sicherheit. Sie reagiert sofort, ohne dass zuerst versucht werden muss, eine Kontaktperson zu erreichen. Das entlastet auch Familie und Umfeld erheblich.
Akkulaufzeit und Ladeintervalle
Die Akkulaufzeit einer Notrufuhr beträgt je nach Modell bis zu 48 Stunden. Ein tägliches Aufladen ist daher meist nicht nötig. Dennoch sollte der Ladezustand regelmässig überprüft werden, damit die Uhr im Notfall einsatzbereit bleibt.
Viele Geräte informieren bei niedrigem Akkustand automatisch – etwa durch eine Anzeige auf der Uhr, eine SMS oder eine Benachrichtigung an Angehörige.
Checkliste für den Kauf einer Notrufuhr
Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie folgende Punkte überprüfen:
- Unterstützung von 4G
- Direkte Sprachverbindung über Lautsprecher und Mikrofon
- Einfache und intuitive Bedienung
- GPS-Ortung sowie GSM- und WLAN-Unterstützung
- Anbindung an eine 24-Stunden-Notrufzentrale
- Akkulaufzeit von mehreren Tagen
- Unauffälliges Design mit gut erreichbarem Notrufknopf
- Möglichkeit von Wartung und Reparatur über den Anbieter
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