Zu dieser Tageszeit ist die Sturzgefahr besonders hoch

Inhaltsverzeichnis
Stürze zählen im Alter zu den häufigsten Gesundheitsrisiken. Doch sie lassen sich oft vermeiden. Pflegeexpertin Simone erklärt, warum gerade die frühen Morgenstunden kritisch sind, welche Gefahren in der Wohnung lauern und wie Senioren möglichst lange sicher und selbstständig leben können.

Simone, wie gross ist das Risiko für Stürze im Alter?
Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr deutlich an. Rund jede dritte Person über 65 Jahre stürzt in der Schweiz mindestens einmal pro Jahr. Bei Menschen über 80 Jahren ist es sogar etwa jede zweite. Deshalb ist Prävention vor Stürzen ein sehr wichtiges Thema.

Pflegeexpertin Simone
Simone ist Pflegeexpertin und arbeitet schon seit Jahrzehnten im Gesundheitsbereich.

Wodurch entstehen Stürze besonders häufig?
Es gibt verschiedene Ursachen. Im Alter nehmen Muskelkraft, Sehvermögen und Gleichgewicht oft ab. Zusätzlich können Krankheiten oder Medikamente das Risiko erhöhen. Ich besuche häufig Senioren und stelle immer wieder fest, dass die Wohnungen nicht gut abgesichert sind.

Was sind typische Stolperfallen?
Oft stehen Möbel ungünstig im Weg, Kabel liegen offen herum oder Teppiche verrutschen leicht. Gerade Teppiche werden unterschätzt. Auch ungeeignetes Schuhwerk ist ein Problem. Viele ältere Menschen tragen offene Pantoffeln, die wenig Halt geben. Im Badezimmer fehlen zudem oft Haltegriffe oder rutschfeste Matten.

Welche Bedeutung haben Notrufsysteme?
Sie geben Sicherheit und ermöglichen ein selbstständiges Leben zu Hause. Nach einem Sturz ist schnelle Hilfe entscheidend. Mit einem Hausnotruf genügt ein Knopfdruck, um Unterstützung zu organisieren. Die Notrufzentrale kennt wichtige Informationen bereits und kann rasch reagieren.

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Passieren Stürze zu bestimmten Tageszeiten häufiger?
Ja, besonders kritisch sind die frühen Morgenstunden. Viele ältere Menschen stehen nachts oder sehr früh auf, etwa um zur Toilette zu gehen. Nach längerem Liegen kann der Kreislauf instabil sein. Kommen Dunkelheit oder Schwindel hinzu, steigt die Sturzgefahr deutlich.

Wie lässt sich das Risiko am Morgen reduzieren?
Hilfreich ist es, sich vor dem Aufstehen im Bett kurz zu bewegen, um den Kreislauf anzuregen. Auch gute Beleuchtung, Bewegungsmelder und höhenverstellbare Betten können unterstützen. Wichtig sind ausserdem Brille und Hörgerät direkt nach dem Aufstehen.

Welche Rolle spielt Bewegung allgemein?
Regelmässige Bewegung ist zentral. Schon einfache Übungen stärken Muskeln und Gleichgewicht. Spaziergänge, leichtes Krafttraining oder Treppensteigen helfen dabei, mobil zu bleiben. Auch Tanzen ist sehr effektiv, weil es Koordination und Balance fördert.

Kann auch Ernährung einen Unterschied machen?
Ja. Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung unterstützt die körperliche Fitness. Regelmässige Mahlzeiten helfen ausserdem, Kreislaufprobleme zu vermeiden. Alkohol sollte vor allem am Abend nur in kleinen Mengen konsumiert werden, da er Schlaf und Gleichgewicht beeinträchtigen kann.

Was rätst du Angehörigen und Betroffenen generell?
Wichtig ist, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wer die Wohnung rechtzeitig anpasst und passende Unterstützung organisiert, kann oft lange selbstständig zu Hause leben.

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Bild von Redaktion Limmex
Redaktion Limmex

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Stürze zählen im Alter zu den häufigsten Gesundheitsrisiken. Doch sie lassen sich oft vermeiden. Pflegeexpertin Simone erklärt, warum gerade die frühen Morgenstunden kritisch sind, welche Gefahren in der Wohnung lauern und wie Senioren möglichst lange sicher und selbstständig leben können.

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