Diese Krankheiten sind die Gründe für eine Pflegebedürftigkeit im Alter
In der Schweiz sind mehrere Hunderttausend Menschen pflegebedürftig, und die Zahl steigt weiter, da die Bevölkerung immer älter wird. Pflegebedürftigkeit bedeutet nicht nur Abhängigkeit von Hilfe im Alltag, sondern stellt auch eine grosse Belastung für Angehörige und das Gesundheitssystem dar.
Die gute Nachricht: In vielen Fällen kann man vorbeugen. Pflegeexpertin Simone betont, dass jeder selbst einen Beitrag leisten kann, um das Risiko zu senken oder den Verlauf zu mildern. Auch andere Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen teilen diese Einschätzung.

Zu den häufigsten Ursachen im Alter zählen Demenz, Altersdepressionen sowie Zivilisationskrankheiten wie Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Ebenso spielen sturzbedingte Verletzungen wie Oberschenkelhalsbrüche eine wichtige Rolle.
Oft hängen diese Entwicklungen stark mit dem Lebensstil zusammen. Simone erklärt, dass es nie zu spät sei, Gewohnheiten zu ändern – selbst dann nicht, wenn bereits gesundheitliche Probleme bestehen. Risiken lassen sich besonders gut in fünf Bereichen beeinflussen:
Rund um die Uhr sicher!
integriert
Bewegung
Zu wenig Bewegung führt im Alter zu Muskelabbau und erhöht das Sturzrisiko. Deshalb ist regelmässige körperliche Aktivität sehr wichtig.
Simone empfiehlt Kraft- und Gleichgewichtstraining, das auch zu Hause durchgeführt werden kann. Bereits kurze tägliche Einheiten bewirken viel. Auch Spaziergänge oder Treppensteigen stärken Herz und Kreislauf. Bei Unsicherheit können Hilfsmittel wie ein Rollator unterstützen.
Wer lieber in der Gruppe trainiert, findet etwa bei Pro Senectute vielseitige Kurse. Viele Sportangebote werden von der Zusatzversicherung der Krankenkasse bezuschusst.
Ernährung, Getränke und Rauchen
Eine unausgewogene Ernährung mit viel Fett und Zucker kann zu Übergewicht oder Mangelernährung führen. Wichtig ist eine ausgewogene Kost mit viel Gemüse, pflanzlichen Lebensmitteln und gesunden Fetten wie Oliven- oder Leinöl.
Wasser und ungesüsster Tee sind die besten Getränke. Alkohol sollte nur in Massen konsumiert werden, da er Krankheiten begünstigt und das Sturzrisiko erhöht. Auch der Verzicht aufs Rauchen kann viele altersbedingte Erkrankungen verhindern.
Geistige Aktivität und soziale Kontakte
Viele ältere Menschen verlieren im Alltag Struktur oder soziale Kontakte. Simone beobachtet, dass dadurch oft Lebensfreude und geistige Fitness abnehmen.
Deshalb sind soziale Kontakte, Hobbys und geistige Herausforderungen besonders wichtig. Sie helfen, das Gehirn aktiv zu halten und Einsamkeit vorzubeugen. Auch Hörbücher können eine gute Unterstützung sein, insbesondere bei nachlassendem Sehvermögen.

Vorsorge und medizinische Kontrolle
Regelmässige Gesundheitskontrollen sind wichtig, um Krankheiten früh zu erkennen. Werte wie Blutzucker, Cholesterin sowie Seh- und Hörvermögen sollten immer wieder überprüft werden.
Simone empfiehlt zudem ein eigenes Blutdruckmessgerät zu Hause, da die Werte dort oft genauer sind. Auch Medikamente sollten regelmässig kontrolliert werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Sichere Wohnumgebung
In der Wohnung können Teppiche, Kabel oder Möbel schnell zu Stolperfallen werden und sollten möglichst entfernt werden. Besonders das Badezimmer birgt ein erhöhtes Sturzrisiko. Unter diesem Link können Sie innerhalb von 2 Minuten überprüfen, wie sicher die Wohnumgebung ist.
Es lohnt sich, rechtzeitig in einen barrierefreien Umbau zu investieren. Ziel ist es, die Wohnumgebung möglichst sicher zu gestalten.
Für Notfälle können Notrufsysteme hilfreich sein, da sie im Ernstfall schnelle Hilfe ermöglichen und so schwerwiegende Folgen verhindern können.
Rund um die Uhr sicher!
integriert
Fazit
Pflegebedürftigkeit lässt sich oft vermeiden oder hinauszögern. Wer frühzeitig auf Lebensstil, Vorsorge und ein sicheres Umfeld achtet, kann die Selbstständigkeit im Alter länger erhalten.
Pflegeexpertin Simone ist überzeugt, dass bewusste Entscheidungen im Alltag einen grossen Unterschied machen können – besonders, wenn sie rechtzeitig getroffen werden.