Gülen, du arbeitest schon seit zwei Jahren bei Limmex. Was machst du genau?
Gülen Kul-Kül: Als Kundenberaterin bin ich am Telefon die erste Anlaufstelle für alle, die ein Notrufgerät möchten. Wir haben verschiedene Produkte im Angebot, die unseren Kundinnen und Kunden in jeder Lebenslage mehr Sicherheit bieten.
Kannst du die Produkte etwas näher beschreiben?
Wir verkaufen schicke Notrufuhren, die wie normale Uhren aussehen. Mit ihnen kann man in der ganzen Schweiz drinnen und draussen Alarm auslösen. Die gleiche Funktion bietet unser Notfallknopf SL. Diesen kann man mit einer schönen Kette um den Hals tragen. Für Seniorinnen und Senioren, die kaum noch das Haus verlassen, empfehlen wir unseren Hausnotruf. Er funktioniert zwar nur in der eigenen Wohnung, dafür ist er wasserfest und muss nicht aufgeladen werden.
Wer entscheidet sich für ein Notrufgerät – die Senioren selbst oder ihre Angehörigen?
Das ist sehr unterschiedlich. Wenn sich Angehörige melden, brauchen wir länger, um das richtige Produkt zu finden. Denn es muss zuerst mit der Familie abgesprochen werden. Oft möchten die Senioren auch kein Notrufgerät, da sie sich nicht alt fühlen.
Kontaktieren mich die Senioren selbst, ist das passende Notrufgerät sehr schnell ausgewählt. Übrigens tragen auch viele jüngere Menschen ein Notrufgerät. Sie benötigen etwa aufgrund einer Vorerkrankung mehr Sicherheit im Alltag.
Was ist, wenn sich die Angehörigen bei dir melden, aber die Senioren selbst gar kein Notrufgerät möchten?
Das kommt häufig vor – sogar in meiner Familie. Ich würde meinem Vater schon so lange gerne eine Notfalluhr schenken, aber er weigert sich. Dabei verkaufe ich jeden Tag Notrufuhren und -knöpfe, aber bei meinem eigenen Vater schaffe ich es einfach nicht.
Hast du Tipps für Angehörige, denen es ähnlich geht?
Ich würde hartnäckig bleiben. Oft nehmen auch Eltern Ratschläge von ihren Kindern nicht gerne an. Da ist es besser, wenn ein Bekannter oder eine Fachperson ein Notrufgerät empfiehlt. Auch ich rufe häufig Senioren an, da sie sich von einer aussenstehenden Person weniger bevormundet fühlen.
Unsere Notrufgeräte sind sofort einsatzbereit, wenn sie beim Kunden angekommen sind. Ist dann deine Aufgabe beendet?
Nein, wir begleiten unsere Kunden bei der ersten Anwendung. Wir rufen sie jeweils an und fragen, ob es noch Fragen gibt. Oft lösen wir den ersten Notruf gemeinsam aus. So können wir im System überprüfen, ob das Gerät funktioniert und ob es noch Fragen gibt. Aufgrund unseres guten Kundenservices kaufen die Menschen auch die Uhren bei uns. Ich erhalte von unseren Kundinnen und Kunden viele positive Rückmeldungen.
Welche Rückmeldungen freuen dich besonders?
Wenn mir die Menschen sagen, dass ich verständlich erkläre, gut berate und mir Zeit für alle Fragen nehme. Auch wenn ich manchmal täglich per Mail, Telefon oder WhatsApp fünfmal die gleiche Frage erhalte, helfe ich sehr gerne.
Rund um die Uhr sicher!
integriert
Welche Fragen beantwortest du besonders oft?
Ob das Gerät wasserfest ist und ob ich es drinnen und draussen nutzen kann. Wie ich bereits weiter oben erzählt habe, kommt das ganz auf das Produkt an. Manchmal möchten die Kunden auch ihre eigene SIM-Karte hinterlegen, was aber nicht nötig ist. In unseren Geräten ist bereits eine eingebaut. Einige erkundigen sich auch, ob es die Uhr ohne Abo gibt. Wir haben jedoch nur folgende Abo-Modelle im Angebot: Entweder kann man sich mit unserer Notrufzentrale oder direkt mit den Angehörigen verbinden lassen.
Was gefällt dir an deinem Job?
Ich kann jeden Tag fremden Menschen helfen und den Angehörigen die Last von den Schultern nehmen. Irgendwann werde ich in einer ähnlichen Situation sein und kann unsere Dienstleistung für mich nutzen. Vielleicht kaufen dann meine Kinder für mich ein Notrufgerät.
Wie wurdest du Kundenberaterin bei Limmex?
Ich arbeitete zuvor als Speditionskauffrau und suchte eine neue Herausforderung. Dabei bin ich auf Limmex gestossen und bin hier nach zwei Jahren immer noch sehr glücklich. Es ist ein sehr sozialer Job. Man ist zwar im Büro, hat aber jeden Tag mit Krankheiten, Unfällen oder Notfällen zu tun. Man muss empathisch sein und hat mit unterschiedlichsten Menschen Kontakt, die sich teilweise auch in schwierigen Situationen befinden. Diese Vielseitigkeit macht meine Arbeit interessant.
Fährst du jeden Morgen ins Büro?
Nein, ich arbeite von zu Hause aus. Ein weiterer Pluspunkt, da ich zwei kleine Kinder habe. So kann ich Familie und Arbeit gut vereinbaren.